Leseprobe "Der Spiegel von Calü"

Abends liegt Noah im Bett und denkt darüber nach, warum Mama so unglücklich aussah. Er kennt keine schönere Frau als seine Mutter und kann wirklich nicht verstehen, was sie stört. Während er so grübelt, schläft er ein.

„Hey Noah! Schön, dass du mal wieder bei uns vorbeischaust!“, der kleine Fuchs liegt in der Sonne und beobachtet die Wolken. „Weißt du, was ich so toll an den Wolken finde Noah? „Das sie fliegen können?“, antwortet Noah mit einem Lächeln. „Haha, das auch, aber am spannendsten finde ich, dass jeder, der sie beobachtet etwas anderes sieht. Schau mal, die eine dort“, der kleine Fuchs zeigt auf einen großen Wolkenklumpen direkt über ihnen. Sieht doch genau aus, wie ein Schaf oder?“ Noah hält die Hand vor seine Stirn, weil ihn die Sonne so blendet. „Also ich finde sie sieht eher aus, wie ein Wolf.“ „Siehst du, so unterschiedlich kann das sein“ Der kleine Fuchs zwinkert Noah zu.


Die Unterhaltung der beiden wird von einem fröhlichen Pfeifen unterbrochen. Ein Igel spaziert gut gelaunt an ihnen vorbei. Aber es ist kein normaler Igel. Dieser Igel leuchtet wie eine Glühbirne. Der strahlende Schein umgibt seinen ganzen Körper. „Kleiner Fuchs, warum leuchtet der Igel so?“ Noah ist total fasziniert. „Der war wohl bei Calü.“ „Calü?“, fragt Noah verwundert. „Was ist das?“ Der kleine Fuchs wendet seinen Blick von den Wolken ab und schaut Noah verschmitzt an „Willst du es herausfinden?“ „Sag mir doch erst einmal was genau das ist!“, antwortet Noah zögerlich. „Calü ist sozusagen die gute Seele unserer Tierwelt, jeder der bei Calü war leuchtet ein paar Tage lang wie die Sonne selbst.“ Der kleine Fuchs lacht. „Komm, du musst Calü kennenlernen, ich zeig dir den Weg!“ Von der Neugier gepackt folgt Noah dem kleinen Fuchs.



Ihr Weg führt sie in einen dicht bewachsenen Wald aus hohen Bäumen. Je tiefer beide hineingehen, umso dunkler und kühler wird es. „Ich mag es nicht, wenn es so dunkel ist kleiner Fuchs. Bist du dir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind?“ Noah sieht etwas verängstigt aus. „Ich kenne den Weg ganz genau, ich war selbst schon sehr oft hier. Keine Angst Noah, wir sind gleich da. Manchmal findet man das hellste Licht an den dunkelsten Orten.“ Der kleine Fuchs lächelt Noah aufmunternd an. Nach einer Weile blinzelt Noah mit den Augen. In der Ferne sieht er einen See und daneben ein gleißendes weißes Licht. Die gesamte Lichtung ist durch den Schein erhellt. Der kleine Fuchs nickt Noah zu „Wir sind da. Dort drüben steht Calü.“



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